Wenn man Unternehmensfarben essen kann

Malerbetriebe haben von Natur aus ein besonderes Verhältnis zu Farben. Unternehmensfarben können, wenn sie klug gewählt sind, ein gutes Image mitaufbauen, Identifikation stiften und Emotionen wecken. Die Heidecke Malerwerkstätten haben sich selbst ein kräftiges Orange als Unternehmensfarbe gegeben – eine Farbe, die offenbar auch die eigene Belegschaft inspiriert. Niederlassungsassistentin Anke Finken stellte gar ein ganzes Gericht in den Unternehmensfarben zusammen. Was sagt dazu der Profi?

„Hühnerbrust als Fleischbestandteil, dazu Süßkartoffeln für die Substanz und Möhren als Gemüsezugabe – das sind drei gut zueinander passende Grundzutaten“, erklärt Anke Finken ihre Idee, ein oranges Gericht auf den Tisch zu bringen. „Man kann auch mit oranger Paprika arbeiten. Wichtig ist, dass noch ein paar Akzente dazu kommen. Frühlingszwiebeln zum Beispiel für Würze und Biss. Mit Petersilie hat man einen interessanten farblichen Kontrast, der geschmacklich das Ganze nochmals aufwertet.“ Das Resultat ist tatsächlich sehr appetitlich. Und sehr orange.

Speisen in Unternehmensfarben – Tausend Möglichkeiten

Florian Rosbund, Inhaber von Filius Event und Catering in Bergheim bei Köln, erhält häufig den Auftrag für Unternehmen Buffets in passenden Farben zu gestalten. Corporate Catering lautet der Fachbegriff dafür und bedeutet so viel wie Bewirtung im Stil des Unternehmens. „Man kann so den Unternehmensauftritt noch einmal kräftig unterstreichen“, so Rosbund, „und zugleich etwas Spielerisches hineinbringen.“ Orange sei dabei eine nicht alltägliche Farbwahl, aber immer noch gut zu verarbeiten. „Blau dagegen ist im Lebensmittelbereich schwierig. Fällt Ihnen etwas Blaues ein, das man essen kann – außer Blaubeeren?“

Natürlich arbeite man im Profi-Bereich häufig mit Lebensmittelfarben. „Viele Kollegen haben regelrechte Drucker, mit denen man Bilder wie im Tintenstrahlverfahren auftragen kann“, berichtet der Caterer. „Das macht sich zum Beispiel gut auf Torten. Man sollte aber aufpassen, dass man es nicht übertreibt, sonst wirkt es allzu künstlich – und das regt dann nicht mehr jedermanns Appetit an.“ Auch komplett einfarbige Gerichte sorgten oft für gewisse Scheu. Daher sei die Idee, farbliche Kontrapunkte zu setzen, gut: „Grüne Tupfer in der orangen Pfanne lockern auf.“

Caterer und Malerbetriebe – im Auftrag des Corporate Design unterwegs

Ein komplettes Buffet dagegen bekomme man nicht ausschließlich mit orangefarbenen Lebensmitteln hin. „Bei einem Gericht ist das problemlos möglich“, so Rosbund, „aber ein Buffet hat ja mehrere Komponenten – und da liebt der Gast die Abwechslung. Daher könne man beispielsweise helle Saucen durch Zugabe von Safran ins Orangefarbene spielen lassen und so das Thema auch bei anderen Speisen wiederholen. „Beim Dessert wird es dann richtig kreativ: Es gibt orange Schokolade, die man aufschmelzen kann. Würde Heidecke feiern, könnte man auch das Thema Malerbetrieb aufnehmen: indem die Gäste ihr Dessert mit einer Airbrush-Pistole voller oranger Schokolade selbst einfärben.“

Finken freut sich über das Lob vom Profi. „Ich bin ja eher Hobbyköchin“, sagt sie, „und fand es mal spannend, in der Küche eine Farbe zum Thema zu machen.“ Niederlassungsleiter Tilo Wagner ergänzt: „Ich bin immer begeistert, wenn sich jemand von Farbe inspirieren lässt. Mir gefällt unsere Firmenfarbe übrigens auch sehr gut. Wir Maler lieben ohnehin Farbe – ob es nun die eigene oder die vom Kunden ist.“ Die Berücksichtigung von Unternehmensfarben werde im Alltag immer wichtiger. „Das fängt beim richtigen Mischen an und hört beim sorgfältigen Auftrag noch lange nicht auf.“ Häufig beraten die Profis von Heidecke Malerwerkstätten Kunden bezüglich Einsatz und Dosierung des Corporate Designs. „Manchmal ist weniger auch mehr“, so Wagner, „vor allem bei sehr auffälligen Firmenfarben. Letztlich ist alles eine Frage des gewünschten Effekts.“ Insofern haben Caterer und Maler manchmal den gleichen Beratungsauftrag.