Kaufmännische Ausbildung im Malerbetrieb Heidecke

Janine Görtz ist Assistentin im Büro von Maler Heidecke – und hatte schon seit einiger Zeit den Wunsch, sich weiterzubilden und für neue Aufgaben zu qualifizieren. Ein Gespräch mit der Regional-Assistentin in der Heinrich-Schmid-Gruppe brachte sie auf einen eher ungewöhnlichen Gedanken: Sie wollte einen Ausbilderschein machen. Denn Heidecke ist nicht nur ein Ausbildungsbetrieb für den Beruf des Malers und Lackierers, man kann bei uns auch eine kaufmännische Ausbildung machen.

Janine Görtz Assistentin bei Heidecke Malerwerkstätten
Janine Görtz Assistentin bei Heidecke Malerwerkstätten

„Bei uns gibt es regelmäßige Feedback-Gespräche mit den Vorgesetzten“, erklärt Görtz, „und als ich von Frau Zimmer, unserer Regionalassistentin den Hinweis bekam, dass ein Ausbilderschein sicher etwas für mich wäre, habe ich die Idee meinem Chef einfach vorgestellt.“ Der reagierte erfreut: „Ich fand das eine gute Idee“, ergänzt Niederlassungsleiter Tilo Wagner, „wir hatten bis dahin noch keine kaufmännische Ausbildung angeboten. Da passte alles – persönliches Engagement und Unternehmensnutzen.“

Kaufmännische Ausbildung: Wenn Kaufleute zu den Handwerksmeistern kommen

Der Ausbildereignungsschein ist normalerweise Bestandteil der Meisterausbildung. „Ich habe ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass die Ausbildungsgänge bei der Handwerkskammer zu Köln modular aufgebaut sind“, erklärt Görtz. „Die Ausbildereignung an sich ist getrennt von den fachlichen Meisterlehrgängen. Deshalb konnte ich als Außenstehende einfach am entsprechenden Modul teilnehmen: Es werden dort nicht handwerksspezifische Dinge in den Vordergrund gestellt, sondern hier geht es viel um Personalführung und Pädagogik. Ich lerne genau wie ich einen Azubi in der kaufmännischen Ausbildung anleiten kann.“ Mit einer weiteren Mitstreiterin fand sie sich in einer Klasse wieder, in der ansonsten etwa 20 angehende Handwerksmeister saßen.

„Ich bin von Januar bis April fast jede Woche zur Handwerkskammer gepilgert und habe da natürlich auch eine Menge Meister-Stoff mitgenommen“, sagt die Assistentin. „Die Lehrgänge lagen freitags und samstags, also zur Hälfte in der Arbeits-, zur anderen Hälfte in der Freizeit. Aber das Lernen für die Prüfung war da noch nicht eingerechnet.“ Ende April bestand Janine Görtz, seitdem darf sie ausbilden. „Ich habe es gut gemeistert“, lacht sie.

Im Sommer 2019 wird ein Platz für die kaufmännische Ausbildung eingerichtet

Bis es losgeht, braucht es noch ein wenig an Vorbereitung. Aber zum Sommer 2019 bietet Heidecke im Büro der Niederlassung einen Ausbildungsplatz für die kaufmännische Ausbildung an. Wenn es losgeht, ist Frau Görtz praktisch Mentor und Kümmerer in einem: „Ich erkläre Dinge, zeige, wie es funktioniert und nehme mir auch Zeit dafür, die Hintergründe klar zu machen.“

Tilo Wagner freut sich schon auf den Zuwachs. „Wer absehen kann, dass er nächsten Sommer auf den Arbeitsmarkt geht, der sollte sich einmal bei uns umsehen“, sagt er. „Wir bieten für einen Handwerksbetrieb sehr gute Möglichkeiten. Damit beide Seiten wissen, woran sie sind und ob es klappt, bietet sich an, vorab ein Praktikum bei uns zu machen.“ Und Janine Görtz? Die freut sich schon auf die nächsten Herausforderungen: „Weiterbildung ist nicht nur notwendig, sondern macht richtig Spaß! Wenn ich anschließend meine Qualifikationen noch weiter ausbauen kann, dann wäre das natürlich fantastisch.“